Fettzellenstörung „Lipödem“: Vier Millionen betroffene Frauen in Deutschland

Thema am 09.01.2018
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Das sogenannte Lipödem ist eine Krankheit, die noch weitgehend unbekannt ist und unter der nur Frauen leiden. Am Po und in den Beinen haben sich die Fettzellen unkontrolliert vermehrt. Sie bilden ein delliges, knotiges Unterhautgewebe, das schon bei der geringsten Berührung schmerzt. Schätzungsweise vier Millionen Frauen in Deutschland leiden unter der der krankhaften Fettzellenstörung Lipödem. Das einzig hilfreiche Mittel bei dieser Krankheit stellt eine Fettabsaugung dar. Obwohl die Kassen viel Geld sparen würden, wenn sie statt der lebenslangen konservativen Therapie in eine Fettabsaugung investieren würden, zahlen sie die Liposuktion in den seltensten Fällen. Der Grund liegt in der nicht zweifelsfrei belegten langfristigen Wirksamkeit der Fettabsaugung. Der Bundesausschuss, bestehend aus Vertretern von Ärzten, Kassen und Patienten, tritt in diesen Tagen zusammen, um zu erörtern, ob die Fettabsaugung bei Lipödem nicht in den Zahlungskatalog der Krankenkassen aufgenommen werden sollte.

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