Prozess gegen IS-Heimkehrer: Gericht prüft Einweisung in psychiatrische Klinik

Thema am 12.10.2017

Im Prozess gegen mutmaßlichen IS-Rückkehrer will das Hanseatische Oberlandesgericht die Unterbringung des 25-Jährigen in einer psychiatrischen Klinik prüfen. Auf Antrag der Verteidigung schloss das Hamburger Gericht am Donnerstag die Öffentlichkeit bis zur Urteilsverkündung aus.

Der Tschetschene soll sich im Mai 2014 in Syrien der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen haben. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, zusammen mit anderen Rekruten an mehreren Ausbildungscamps teilgenommen zu haben. Die Vorsitzende des Staatsschutzsenats, Ulrike Taeubner, sagte, der Angeklagte habe im Ermittlungsverfahren bereits ein umfassendes Geständnis abgelegt. Nun gehe es vor allem darum, die Motivlage und die Schuldfrage zu klären.

Nach dem vorläufigen Gutachten einer Sachverständigen müsse über die Unterbringung in einer Klinik entschieden werden. Die Aussagebereitschaft des Angeklagten hänge von einem geschützten Raum ohne Öffentlichkeit ab.

dpa

> Zur Pressemitteilung des Hanseatischen Oberlandesgerichts

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