Verwaiste Heuler: Seehundstation Friedrichskoog schon jetzt überfüllt

Thema am 03.07.2017
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Seit 1985 gibt es im Friedrichskoog die Seehundstation, die sich um verwaiste Robben-Babys kümmert. In diesem Jahr ist dort besonders viel los. Mehr als 200 Heuler sind schon aufgenommen worden. Das ist mehr als viermal so viel wie noch vor zehn Jahren. Grund dafür ist das unbeständige Wetter diesen Sommer. Kommt es beispielsweise zu Sturm und hohem Wellengang, verlieren Mutter und Junges schnell den Anschluss zueinander. Rund vier Wochen sind ältesten Heuler alt, die jüngsten gerade einmal ein paar Tage. Nach einer kurzen Zeit in Quarantäne und einem Gesundheitscheck kommen die Waisen zu ihren Artgenossen, wo sie liebevoll aufgepäppelt werden. Fünfmal am Tag werden sie gefüttert, damit sie fit sind bis zu ihrer Auswilderung. Pro Tier kostet die Zeit in Obhut rund 1.300 Euro – Geld, das ausschließlich durch Spenden, Eintrittskarten und Patenschaften zusammenkommt. Ende Juli werden die ersten Tiere schon wieder in die freie Wildbahn entlassen. Bis dahin wird aber vermutlich auch wieder einige neue Heuler aufgenommen.

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