Neues Ausbildungsprojekt: Flüchtlinge werden in Kiel zu Rettungsschwimmern

Thema am 21.07.2017
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Die Strandwache wird in den Sommerferien an Schleswig-Holsteins Stränden wieder alle Hände voll zu tun haben. Daher sollen ehemalige Geflüchtete bald das Team als Rettungsschwimmer ergänzen. Der Kreisverband Kiel des Deutschen Roten Kreuzes hat ein Ausbildungsprojekt gestartet, in dem die Teilnehmer innerhalb von sechs Wochen ihren Rettungsschwimmschein erwerben können. Drei junge Männer trainieren dafür 30 Stunden in der Woche, obwohl in ihren Herkunftsländern die Fähigkeit schwimmen zu können nicht alltäglich ist. Für die Männer ist die Ausbildung eine echte Herausforderung, weil auf dem Übungsprogramm nicht nur Schwimmen steht, sondern auch Erste Hilfe. Kulturelle oder religiöse Unterschiede, etwa wegen leichtbekleideter Strandbesucher, stellen kein Problem dar. Das Ziel der Ausbildung ist eine bessere Integration der Flüchtlinge in die Gesellschaft – in einem Bereich, wo jeder zusätzliche Helfer dringend gebraucht wird, insbesondere in der Feriensaison. Die Ausbilder sind zufrieden mit der bisherigen Leistung der angehenden Rettungsschwimmer, die noch bis Mitte August ausgebildet werden. Danach gibt es drei neue ehrenamtliche Rettungsschwimmer, die für die Sicherheit der Badegäste an den Stränden in der Kieler Bucht sorgen.

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