Anti-Terror-Einsätze: Polizei Schleswig-Holstein stellt sich neu auf

Thema am 06.02.2017
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Die Sicherheitskräfte in Deutschland haben es immer häufiger mit einer extremen Art von Gefahrenlage zu tun. Da gab es beispielsweise den Anschlag mit einem Lkw auf einen Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember oder den Amoklauf eines Schülers ein halbes Jahr zuvor in München. 300 Führungskräfte der Sicherheitsbehörden sind am Montag in Altenholz zusammengekommen, um sich zu beraten, wie die Polizei in Schleswig-Holstein sich künftig auf solche Situationen einstellen wird. Denn es sind sich wohl alle einig, dass man nicht einfach so weitermachen könne wie bisher.

Längst gehören Anti-Terror-Einsätze zur gesellschaftlichen Realität. Im Falle eines Anschlags muss die Polizei in der Lage sein, schnell und richtig zu reagieren. 14 Millionen Euro investiert das Land daher in neue Ausrüstung. Geschult werden soll in allen Bereichen. Die Spezialeinsatzkräfte sollen Zusatzqualifikationen erhalten, Beamte der Schutzpolizei bekommen Anti-Terror-Trainings und zusätzlichen Schießunterricht. Wichtig sind außerdem regelmäßige Einsatzübungen. Bereits Ende April soll ein groß angelegtes Einsatzszenario in Kiel stattfinden, um zu überprüfen, ob im Falle eines Terroranschlags alle Ebenen der Polizei richtig funktionieren.

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