G20-Krawalle: Hamburger Polizei beginnt mit Ermittlungen und bittet um Mithilfe

Thema am 10.07.2017
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Nach der G20-Konferenz in Hamburg bleiben viele Fragen offen: Wer trägt die Verantwortung für die Krawalle, bei denen Polizisten verletzt, Autos angezündet und Läden geplündert wurden und wer kommt für die entstandenen Schäden während des Gipfels in auf? Straftaten wurden begangen und die Polizei versucht nun die Täter zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Die Hamburger Polizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung. Videoaufnahmen spielen bei den Ermittlungen eine zentrale Rolle. Die Polizei hatte selbst zahlreiche Kameras im Einsatz – am Boden und in den Hubschraubern, die über der Stadt kreisten. Das Material wird jetzt ausgewertet.

Daneben hoffen die Beamten auch auf Hinweise, Fotos und Videos von Zeugen, die Straftaten dokumentiert haben. Öffentlichkeitsfahndungen, die ohne die Polizei gestartet werden – wie beispielsweise am Montag in der „Bild“-Zeitung – seien dagegen nicht hilfreich, sondern strafbar. Um die Ermittlungen voranzutreiben, wird die Polizei eine Sonderkommission zu G20 einsetzen. Wie deren Arbeit aussieht, soll am Dienstag bekannt gegeben werden.

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