Neue Kriminalstatistik vorgestellt: Mehr Straftaten in Schleswig-Holstein

Thema am 16.02.2017
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Am Donnerstag wurde die neue Kriminalitätsstatistik für Schleswig-Holstein vorgestellt. Die Aufklärungsquote bei den gemeldeten Straftaten ist 2016 geringfügig gestiegen, aber gleichzeitig eben auch die Kriminalität selbst. Im vergangenen Jahr wurden fast 4.000 Straftaten mehr verübt als im Vorjahr. Das ist ein Anstieg von fast zwei Prozent. Immerhin sind endlich die Zahlen bei den Wohnungseinbrüchen zurückgegangen – um 8,8 Prozent auf insgesamt 7.711 Fälle. Schleswig-Holstein war und ist sicher, so das Fazit von Innenminister Stefan Studt (SPD). Weniger Wohnungseinbrüche stärke bei den Menschen das Gefühl von Sicherheit. Aber die Opposition hält dagegen: Die Aufklärungsquote beim Wohnungseinbruch sei erschreckend gering. Nur gut jeder zehnte Fall komme auch zur Anklage.

Mord und Totschlag halten sich in Schleswig-Holstein in Grenzen, aber die Gewaltkriminalität insgesamt hat im Jahresvergleich ordentlich zugelegt. Mit 6.132 Fällen ist ein Plus von knapp zehn Prozent zu verzeichnen. Eine besorgniserregende Entwicklung. Hinzu kommen 736 Fälle, in denen Polizisten zu Schaden kamen.

Cyberkriminalität ist ein Riesenproblem. Kreditkartenmissbrauch, das Abfischen von Daten, Diebstahl, Betrug und Identitätenklau finden zunehmend im Internet statt. Die Aufklärungsquote ist erschreckend gering.

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