Wegen Aal-Mangel: 500.000 Jungtiere in Schleswig-Holstein ausgesetzt

Thema am 14.07.2017
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In Schleswig-Holstein gibt es immer weniger Aale. Zu viele der Jungtiere werden abgefischt, bevor sie zum Großwerden die Flüsse raufziehen können. Zudem setzen Schiffsverkehr und Kraftwerke den Fischen zu. Um sie wieder zu vermehren, werden in Schleswig-Holstein rund 500.000 Jungaale in Flüsse und Seen eingelassen, davon ein Großteil in den Nord-Ostsee-Kanal. In Aukrug in der Zuchtstation Kemnitz werden die Tiere mit einem roten Farbstoff markiert. Der ungiftige Farbstoff dringt in die Knochen ein und bleibt dort, damit können Fischer und Wissenschaftlicher die Tiere wiedererkennen und mehr über ihr Wanderverhalten erfahren. Rund 150. 000 Euro kostet der Besatz, von dem ein Drittel der Kosten von Sport-Fischern getragen wird. Die restlichen zwei Drittel übernimmt das Land, damit Aale auch in Zukunft in Schleswig-Holstein heimisch bleiben.

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